Haus Ausbildung Senioren Dachs bau Freizeit Schwimm Woh Schwimmen Kindergarten Gropius Gymnasium Kinderschwimmen Von der rolle Philan Bürgermeister Funsport

„Der Trend zum Kaiserschnitt ist auch an Dessau-Roßlau nicht vorbeigegangen“, sagt Faßl. Und auch diese werden hier ebenso liebevoll betreut wie die natürlichen Geburten. Sogar Familienmitglieder können dabei sein, um das Baby zu empfangen. Mit einem Wunschkaiserschnitt könne auf dieser Station zwar nicht gedient werden, dafür gäbe es hier ein professionelles Team aus Schwestern, Ärzten und Narkoseärzten, die um eine schmerzarme Geburt für die Mutter bemüht seien. „Eine schmerzlose Geburt wird es sicher nie geben, aber quälen muss sich heute niemand mehr. Es ist wirklich unglaublich viel passiert in den letzten Jahren.“ Und dann kommt Oberarzt Frank Faßl ins Schwärmen. Die Spinalanästhesie sei für einen Kaiserschnitt geeignet, aber auch für eine natürliche Geburt. Frauen könnten so schmerzarm, aber trotzdem noch immer aktiv am Geburtsprozess teilnehmen. Jeden ersten Dienstag im Monat gibt es in der Caféteria des Klinikums einen Informationsabend zum Thema. Schwestern und Ärzte des Entbindungsbereiches berichten dann über neueste medizinische Errungenschaften und stehen für anschließende Fragen zur Verfügung.
Die Station mit den bunten Gipsbäuchen an der Wand ist erst vor zwei Jahren nach Dessau-Alten gezogen. Sie ist hochmodern ausgestattet, in warmen Farben gestrichen, auf Gemütlichkeit und Intimität wird großen Wert gelegt. Schwester Katrin schmunzelt, als sie erzählt, die Mütter säßen abends oft zusammen im Aufenthaltsraum. Hier gäbe es auch das Frühstücksbuffet und die Möglichkeit miteinander ins Gespräch zu kommen. Alle Frauen können sich nach der Geburt entscheiden, ihre Kinder mit ins Zimmer zu nehmen oder im Kinderzimmer betreuen zu lassen. „Am Anfang möchten die Mütter ihre Babys natürlich bei sich haben, aber viele sind froh, wenn sie sich noch etwas von den Strapazen erholen dürfen.“ Die Frauen können, wenn alles normal verlaufen ist, wenige Stunden nach einer ambulanten Geburt wieder nach Hause gehen, oder noch einige Tage in der Klinik bleiben. Diese Zeit wird meistens von Erstgebärenden genutzt, um Fragen zu stellen und vom Fachpersonal in Aufgaben wie Baden, Wickeln und Stillen beraten zu werden. Auch die ersten Untersuchungen (U1, U2 usw.) werden dann vorgenommen. „Die müssten sonst ambulant gemacht werden, das ist für Mutter und Kind noch mal zusätzlicher Stress. Hier guckt sich sogar ein Orthopäde an, ob mit der Hüfte alles in Ordnung ist“, sagt Schwester Katrin.
Neben dem Personal des Entbindungsbereiches kann sich eine schwangere Frau in Dessau-Roßlau seit Juni 2007 auch an die sieben erfahrenen Frauen der Hebammen-Praxis wenden. Diese befindet sich ebenfalls auf dem Klinikgelände, allerdings als nebenberufliche Niederlassung. Die Hebammen sind im Klinikum angestellt und bieten in gemütlicher Atmosphäre Geburtsvorbereitungskurse, Yoga, Akupunktur, Geschwisterschule, Rückbildungsgymnastik und eine Krabbelgruppe an. Die Hebammen lernen die Mütter und Familien schon lange vor der Geburt des Kindes kennen, so dass individuelle Fragen gestellt und diese geduldig beantwortet werden können. Je nach persönlichen und medizinischen Bedürfnissen der Mutter und des Kindes wird die Familie noch bis zu 16 Mal nach der Geburt besucht und von einer der Hebammen betreut und beraten. „Ambulante Wochenbettbetreuung nennen wir das“, sagt Renate Frohnsdorf. Sie selbst hilft schon seit 35 Jahren Kindern ins Leben. Und nach wie vor gibt es für sie nichts Schöneres.
Adressen zu folgenden Einrichtungen finden Sie direkt Online!